Besiedelung der Erde

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In Adamski Buch „Im Innern der Raumschiffe“ berichtet ein Besucher davon, wie das menschliche Leben auf die Erde kam. Hier ein Ausschnitt aus dem Buch:


„Dann können wir vielleicht versuchen, dir im voraus manche der Fragen, die du später stellen würdest, zu beantworten,“ schlug Firkon vor. „Wie dir schon gesagt wurde, befinden sich die Planeten und Sonnensysteme in einem Prozeß des Werdens und des Vergehens. Ein Planetensystem ist ungefähr wie jedes andere. Es ist eine gewisse Zeitspanne erforderlich, um den Gipfel der Lebensäußerung zu erreichen; dann beginnt der Prozeß des Abstiegs und der Auflösung. Sogar lange bevor unser Planetensystem im Entstehen war, gab es schon zahllose Planetensysteme, auf denen Wesen, die ihr ,Menschheit‘ nennt, lebten. Damals gab es, wie heutzutage, interplanetarische Reisen innerhalb der Systeme und zwischen den Systemen. Der Hauptzweck solcher Reisen war derselbe, wie unser heutiger — die Vorgänge im Raum in allen ihren Phasen zu erforschen. Wenn nun ein neu entstehender Planet innerhalb eines Planetensystems entdeckt wird, so beobachten ihn die Reisenden vieler Welten und erforschen ihn aus nächster Nähe.

Wenn sich herausstellt, daß ein neuer Planet sich soweit entwickelt hat, daß er von Menschen bewohnt werden kann — und alle Planeten erreichen früher oder später dieses Stadium —, dann machen die Reisenden die Bewohner anderer Welten und der Welten anderer Systeme mit dieser Tatsache bekannt. Es werden Freiwillige gesucht, die gern dort hingehen und die neue Welt entwickeln möchten. Große Schiffe nehmen dann diese Freiwilligen auf und fahren sie, mit aller notwendigen Ausrüstung an Bord, zu dem neuen Planeten. Viele weitere Reisen werden gemacht, um den Pionieren die erforderlichen Geräte und Versorgungsgüter zu bringen. Die Leute werden auch zu Besuchen zu ihren Heimatplaneten zurückgebracht. So werden neue Tätigkeitsbereiche erschlossen, und zu gleicher Zeit wird eine neue Welt mit Menschen besiedelt.

In unserem Sonnensystem war die Erde der Planet, der am langsamsten das Stadium erreicht hat, in dem er die Fähigkeit hatte, menschliches Leben zu tragen. Ihre ersten Bewohner wurden von anderen Planeten hingebracht. Aber bald danach ereignete sich etwas Unerwartetes in der die Erde umgebenden Atmosphäre, und den dorthin übergesiedelten Menschen wurde klar, daß die Lebensbedingungen auf diesem Globus innerhalb weniger Jahrhunderte nicht mehr günstig sein würden. Folglich packten diese ersten Erdbewohner, mit wenigen Ausnahmen, all ihr Hab und Gut in Raumschiffe und verließen die Erde in Richtung anderer Welten. Die wenigen Menschen, die sich zum Bleiben entschlossen hatten, ließen sich gehen und entarteten in der üppigen Schönheit und dem Überfluß dieser neuen Welt; sie suchten nichts anderes mehr. Nach und nach waren sie zufrieden damit, in natürlichen Höhlen zu leben und gingen schließlich in den Annalen der Zeit verloren.

Auf eurer Welt gibt es keine Aufzeichnungen mehr von diesen ersten Bewohnern. Nur eine eurer Rassen bewahrte in ihrer Mythologie die Erinnerung an diese erste Zivilisation auf in dem Gott Triton, der so benannt wurde nach der ersten Menschenrasse Triteria.

Bald nach der Abreise der Weltraumpioniere ereigneten sich viele Naturereignisse und veränderten die Verhältnisse auf der Erdoberfläche. Länder gingen unter in die Tiefe der Gewässer, andere tauchten auf. Danach war die Erde zum zweiten Male zur menschlichen Besiedlung bereit, aber wegen der in der Erdatmosphäre noch vorherrschenden Bedingungen wurden diesmal keine Freiwilligen gesucht. Noch etwas anderes hatten wir beim Beobachten der Entstehung und Entwicklung des Erdplaneten mit Interesse bemerkt: Es bildete sich nämlich nur e i n Mond als Begleiter. Nach dem Naturgesetz würde das einen unausgeglichenen Zustand ergeben, eine Gleichgewichtsstörung, wenn nicht irgendwann in der Zukunft noch ein Mond entstehen würde als Ergänzung zu dem kleinen Gefährten einer wachsenden Welt.“

In diesem Augenblick wurde Ramu unterbrochen, da die Kellnerin herüberkam und unsere Tassen mit heißem Kaffee füllte. Als sie wieder gegangen war, sagte Firkon: „Der Mensch ist wirklich ein seltsames Wesen, ganz gleich, wo man ihn im weiten Universum findet. Obgleich die Menschenrasse als Ganzes gern in Frieden und Harmonie mit aller Kreatur lebt, findet man hier und da einige Menschen, die egoistisch und streitsüchtig sind und gierig darauf erpicht, immer mehr Macht über andere zu bekommen. Das kann sogar auch in unseren Welten geschehen trotz der Lehre, die dem Menschen gebietet, mit den Göttlichen Gesetzen in Einklang zu leben.“

„Ja,“ sagte Ramu, „trotzdem wir das Übel genau kennen, zu dem solches Benehmen führt, dürfen wir — in Übereinstimmung mit den Weltgesetzen — diese Brüder in keiner Weise binden oder zwingen. Deshalb wurde vor vielen Jahrhunderten auf einem Treffen der großen weisen Meister vieler Planeten besprochen, solche Selbstsüchtigen auf neue Planeten zu bringen, die fähig wären, menschliches Leben zu tragen. Stets wurde als Verbannungsort für solche Missetäter der entwicklungsmäßig langsamste Planet vieler Systeme ausgewählt.

Aus den eben erwähnten Gründen wurde also in unserem Sonnensystem die Erde auserwählt als neue Heimat für diese Widerspenstigen von vielen Planeten innerhalb und außerhalb unseres Sonnensystems. Diese Verbannten waren Störenfriede, wie ihr sie nennt. Wir durften sie weder vernichten noch einsperren, da dies gegen die Weltgesetze ist. Aber da diese Leute alle dieselbe arrogante Natur besaßen und keiner dem anderen nachgeben würde, dachten wir, daß sie schließlich gezwungen sein würden, sich selbst ein harmonisches Zusammenleben zu erarbeiten. Dies sind die wahren Stammväter eurer ursprünglichen ,zwölf Stämme‘ auf der Erde.

Und so wurden sie also von vielen Planeten in Schiffen gesammelt und zur Erde transportiert, aber diesmal ohne Ausrüstung oder Geräte irgendwelcher Art, wie wir sie sonst den Freiwilligen mitgeben. Jedoch waren sie alle gut ausgebildet worden auf ihren Heimatplaneten; sie kannten den Boden, die Mineralien, die Atmosphäre und viele andere Dinge, die zur physischen Erhaltung nötig sind. Hier in dieser neuen Welt mußten sie nun ihre Kenntnisse anwenden und nur mit dem beginnen, was die Natur ihnen selbst bot. Dadurch wollten wir sie zum arbeiten zwingen und zur Anwendung ihrer Talente in der Hoffnung, sie wieder zurückzubringen zur Herde all derer, die den Geboten des Schöpfers folgen.

Dies sind eure ‚gefallenen Engel’ aus eurer Bibel — nämlich die Menschen, die von einer höheren Wesensstufe herabfielen und die ursprüngliche Saat säten für die Verhältnisse, die ihr jetzt auf der Erde vorfindet.

Nachdem diese Menschen zur Erde herunter gebracht waren, besuchten unsere Leute von vielen Planeten sie eine Zeit lang noch oft, halfen ihnen und führten sie, soweit sie das zuließen. Aber sie waren eine hochmütige und trotzige Gesellschaft und wollten unsere angebotene Hilfe gar nicht. Trotzdem brachten sie es nach anfänglichen Streitigkeiten fertig, eine lange Zeit ganz friedlich miteinander zu leben. Damals war die Erde wirklich ein ,Garten Eden‘. Alles war reichlich vorhanden, und die Natur war verschwenderisch mit ihren Gaben an Nahrung und den zum Leben notwendigen Dingen.

In der Freude über diese neue Welt begannen diese Neuankömmlinge miteinander in Frieden und Glück zu leben, und wir auf den anderen Welten waren voller Freude. Dann aber, wie eure Bibel erzählt, daß der Mensch von der Frucht, die am Baum der ,Erkenntnis des Guten und Bösen‘ wächst, und Spaltungen entstanden, wo vorher Einigkeit geherrscht hatte. Leidenschaft und Habgier nahmen wieder überhand unter den Menschen, und sie wandten sich gegeneinander.

Als sich die Menschen mit der Zeit vermehrten, erhoben sich aus den ursprünglichen Stämmen Männer, die sich selbst erhöhten und zu unterscheiden begannen zwischen den einzelnen Rassen. Jeder beanspruchte die Herrschaft über das ganze Volk und behauptete, er käme von einem Planeten, der weiter fortgeschritten in der Evolution sei als alle anderen; deshalb habe er das Recht zu herrschen.

Wir besuchten diese irrenden Brüder weiter, immer hoffend, daß wir ihnen helfen könnten, zu einem brüderlichen Verhältnis zurückzukommen. Mit der Zeit jedoch wurden diese Herrscher von eigenen Gnaden immer mächtiger und unsere Bemühungen immer erfolgloser. Die Spaltungen gingen weiter und nahmen zu und endeten schließlich in der Gründung von ,Nationen‘, wie ihr das heute bezeichnet.

Die Errichtung der Nationen trennte einen Bruder noch weiter vom anderen Bruder, und die ganze Menschheit lebte nicht mehr nach dem Göttlichen Gesetz. Als Folge dieser Spaltungen entstanden verschiedene Arten von Gottesverehrung. Aber sogar dann noch fuhren wir fort, andere auszusenden in der Hoffnung, unseren Brüdern auf Erden zu helfen. Diese waren die als ,Messiasse‘ bekannten Männer, und ihre Aufgabe war, ihren irdischen Brüdern zu helfen, zu ihren ursprünglichen Erkenntnissen zurückzufinden. Jedesmal sammelten sich um diese Weisen einige Jünger; aber immer wurden sie getötet von jenen, denen zu dienen sie gekommen waren.

Du hast gefragt, warum die Erde der niedrigste Planet unseres Systems ist innerhalb eines Universums, dessen Bewohner wir alle sind. Nun habe ich es dir gesagt.

Die Menchen auf allen übrigen Welten, die sich entwickeln konnten, weil Männer und Frauen sich freiwillig zu diesem Dienst hergaben, sind ständig aufwärts gegangen. Sie haben so gelebt, wie der Ewige Schöpfer es von Seinen Kindern erwartete. Indem sie den Willen des Vaters erfüllten, sind sie gewachsen und haben sich ausgebreitet. Und jedesmal, wenn eine Gruppe Freiwilliger ihre Heimat verläßt, um fort in eine neue Welt zu wandern, nachdem die Göttliche Hand diese für die menschliche Besiedlung vorbereitet hat, tritt sie praktisch in eine neue Schule der Lebenserfahrung ein und gewinnt dabei noch größere Erkenntnisse über das gesamte Universum. Auf diese Weise machen sie sich geeignet für den dauernden Fortschritt in immer höhere Zustände der Wesensoffenbarung und des Dienens.

Schwerarbeit, wie ihr sie auf Erden kennt, gibt es bei ihnen nicht; denn sobald die Bewohner irgend eines Planeten gemäß dem Willen ihres Schöpfers wirken, beginnen die Elemente ihnen zu dienen.“

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